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Präsentation

Dies ist die einfachste und in der Trainingspraxis am häufigsten benutzte Methode – der Klassiker sozusagen. Jeder stellt sich anhand des vom Trainer vorgegebenen Rahmens vor. Jeder Teilnehmer braucht dafür zwischen 1 und 3 Minuten. Die Hauptvorteile dieser Methode liegen darin, dass sie schnell durchzuführen ist, keiner Vorbereitung bedarf und sie fast allen Teilnehmern bekannt ist. Nachteile sind, dass die Einzelvorstellung langweilig ist und die Teilnehmer nur in geringem Maße aktiviert. Für Gruppen ab 10 Teilnehmern ist diese Methode aufgrund des Effizienzvorteils sehr geeignet.

Partnerinterview mit Präsentation

Die Teilnehmer bilden 2er-Gruppen und stellen sich 5 Minuten lang gegenseitig die vorbereiteten Fragen. Anschließend stellt jeder Teilnehmer seinen Gruppenpartner den anderen vor: Peter ist 30 Jahre alt, lebt in Paris; seine Hobbies sind… Dafür benötigt jeder zwischen 1 und 3 Minuten. Die Vorteile sind, dass die Teilnehmer früh aktiv werden, miteinander reden und dass diese Form häufig entspannter abläuft als die klassische Einzelvorstellung. Nachteilig ist, dass diese Form zeitintensiv ist und sich eher für kleinere Gruppen (mit bis zu 10 Teilnehmern) eignet.

Steckbrief

Jeder Teilnehmer schreibt seine Daten auf ein Plakat (z.B. Flipchart, A4-Bogen), wofür er 3 bis 5 Minuten Zeit hat. Die Daten werden meist tabellarisch aufbereitet. Anschließend präsentiert jeder seinen Steckbrief vor dem Plenum (1 bis 3 Minuten). Die Vorteile dieses Vorgehens liegen in der Aktivierung der Teilnehmer: Alle sind beschäftigt und müssen etwas Kreativität einbringen. Außerdem kann man die Steckbriefe im Seminarraum aufhängen, sodass bei Bedarf die eine oder andere Angabe nachgelesen werden kann. Nachteilig ist für viele Teilnehmer, dass sie die Präsentation vor dem Plenum zu diesem frühen Stadium als unangenehm empfinden. Der Zeitbedarf ist dem für das Partnerinterview vergleichbar.

Visitenkarte

Bei der Visitenkarte geht man analog zum Steckbrief vor. Die Teilnehmer sollen allerdings bunte Stifte (Flipchartmarker oder Wachsmalstifte) nehmen. Die Darstellung soll weniger Text und mehr Symbole und Bilder enthalten. Die potenzielle Aktivierung der Teilnehmer ist hierbei sehr hoch.

Talking item

Alle Teilnehmer und der Trainer bilden einen Kreis. Der Trainer nimmt einen Tennisball und wirft ihn einem beliebigen Teilnehmer zu. Jedes Mal, wenn man den Ball zugeworfen bekommt, muss man eine der vorbereiteten Fragen beantworten. So bekommt die Vorstellungsrunde meist eine positive Dynamik. Der Zeitbedarf ist mit insgesamt ca. 15 Minuten auch überschaubar.

Autogramme

Jeder Teilnehmer bekommt ein Blatt Papier und einen Stift. Alle Teilnehmer verteilen sich im Raum und müssen von jedem anderen ein Autogramm bekommen. Dabei stellen Sie sich gegenseitig die vorbereiteten Fragen und lernen sich so direkt kennen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass alle Teilnehmer zueinander in Kontakt treten.

Landkartenspiel

Auf einer abgegrenzten Fläche sollen sich die Teilnehmer eine Landkarte vorstellen (Stadt, Land, Europa, Kontinente – abhängig von der Herkunft der Teilnehmer). Zur Orientierung kennzeichnet der Trainer die vier Himmelsrichtungen. Die Teilnehmer sollen sich nun an den ungefähren Platz ihres Wohnortes begeben. Von dieser Position aus, stellen sie sich anhand der vorgefertigten Fragen vor. Anschließend sollen sich alle Teilnehmer zu dem ungefähren Platz ihres Geburtsortes begeben und erzählen dann wieder etwas von sich.

Magisches Dreieck (TZI-Dreieck)

Das Konzept der themenzentrierten Interaktion (TZI) geht davon aus, dass Kooperationen in Gruppen auf lange Sicht nur dann erfolgreich sein können, wenn es ein Gleichgewicht gibt zwischen den Arbeitsinhalten (Themen), der Gruppenzufriedenheit (Interaktion) und der individuellen Zufriedenheit. Bei der Gestaltung von Gruppenprozessen wie z.B. Präsentationen kann man sich daher auch von den folgenden Leitfragen anregen lassen:

  • Welchen Bezug habe ich zu den Inhalte, die vermittelt werden sollten? (Thema)
  • Welchen Bezug habe ich bereits zu den anderen Teilnehmern? (Gruppe)
  • Wer bin ich und welches sind meine Interessen und Bedürfnisse und wie bringe ich sie ein? (Ich)

Die vorgestellten Methoden bilden natürlich nur eine Auswahl. Zudem können sie beliebig miteinander kombiniert werden. Die Grundregel für die Vorstellung ist, dass sie so interaktiv wie möglich sein sollte, um die Teilnehmer zu aktivieren und um den Teambuildingprozess in Gang zu setzen.

Konzentration

Wenn die Vermutung nahe liegt, dass mehrere der Teilnehmer mit ihren Gedanken gerade überall, aber nicht beim Training sind, kann man in die Vorstellungsrunde auch die Fragen integrieren: Mit wie viel Prozent meiner Konzentration bin ich heute hier? Was beschäftigt mich zurzeit besonders? Wenn dabei herauskommt, dass viele Teilnehmer mit wenig Konzentration anwesend sind, kann man sie bitten, ihre Gedanken auf ein Blatt Papier zu schreiben, es in einen Briefumschlag zu stecken, diesen zu beschriften und „abzugeben“. Am Ende des Tages oder des gesamten kann sich jeder einzelne dann seine „Probleme zurückholen“.

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