Corax Institut Blog

Training Potentialentwicklung – Die Dringlichkeitsfalle

Unseren beruflichen und unseren privaten Alltag lassen wir uns oft von „dringlichen“ Aufgaben diktieren.
Dringend müssen wir noch einkaufen!
Dringend müssen wir noch einen Kunden anrufen (weil er so laut schreit) . . .
Dadurch geraten oft die wirklich wichtigen Dinge, die uns im Leben voranbringen oder unsere Lebens-Balance sicherstellen, ins Hintertreffen. Schnell wird dann der Theaterbesuch mit dem Lebenspartner abgesagt, denn es gibt Dringenderes zu tun. Schnell wird dann das Einarbeiten des neuen Mitarbeiters verschoben, denn der Kunde muss heute noch das Angebot haben. Die Folge: Vor lauter dringlichen Dingen haben wir nie Zeit für die wichtigen Dinge. Bis wir eines Tages vor einem Scherbenhaufen stehen.

Deshalb mein Tipp für Sie:
Analysieren Sie bei jeder Aufgabe genau, was ist . . .

  • wichtig und dringlich (A-Aufgabe) – Erledigen Sie dies sofort.
  • wichtig, aber nicht dringend (B-Aufgabe) – Definieren Sie, wann dies wer erledigt.
  • dringend, aber nicht wichtig (C-Aufgabe) – Delegieren Sie diese Aufgabe, sofern möglich.
  • nicht dringend und nicht wichtig – Diese Aufgabe sollte in den „Papierkorb“.

Noch ein Zusatz-Tipp:
Die wirklich wichtigen Dinge sind meist nie dringend, doch irgendwann ist es für ihre Erledigung zu spät. Es ist nie dringend, dass Sie mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter spielen oder sich Zeit für Ihren Lebenspartner/Ihre Freunde nehmen. Doch irgendwann ist Ihr Kind erwachsen bzw. Ihr Lebenspartner/Ihr Freund sucht das Weite, weil sie sich entfremdet haben. Es ist nie dringend, dass Sie sich weiterbilden, doch irgendwann sind Sie nicht mehr up-to-date und finden eine Kündigung im Briefkasten.

siehe auch: Eisenhower-Prinzip

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Training Potentialentwicklung – Fokus

Eine Geschichte: Ein Mann begegnet einem Waldarbeiter, der mit einer stumpfen Säge einen Ast klein sägen möchte. Schwitzend und fluchend arbeitet dieser vor sich hin, ohne seinem Ziel wesentlich näher zu kommen. „Wäre es nicht sinnvoller, wenn Sie zuerst die Säge schärfen?“, fragt daraufhin der Spaziergänger. „Dafür habe ich keine Zeit“, antwortet der Waldarbeiter.

Ähnlich verhalten wir uns oft in unserem Leben. Wir arbeiten wild vor uns hin, ohne uns vorab zu überlegen, was uns wirklich vorwärts bringt. Viel sinnvoller wäre es, vorab zu überlegen:
Was bringt uns wirklich weiter?
Wo müssen wir anpacken, dass sich 80 Prozent unserer Probleme lösen?

Ein ähnliches Verhalten zeigen wir oft bei unserem Erfolgsstreben. Krampfhaft versuchen wir unsere Schwächen zu bekämpfen, statt unsere Stärken zu ermitteln und diese gezielt auszubauen. Dies wäre sinnvoller und effektiver, denn:

Sie werden lediglich durchschnittlich, wenn Sie Ihre Stärken zugunsten Ihrer Schwächen vernachlässigen.
Sie werden unweigerlich demotiviert, wenn Sie sich stets mit Ihren Schwächen beschäftigen.

Deshalb mein Tipp:
Versuchen Sie mit Ihren Schwächen – soweit möglich – zu leben, und bauen Sie statt dessen Ihre Stärken aus. Dann werden Sie nicht nur selbstbewusster und zufriedener, sondern kommen auch Ihrem Ziel schneller nahe.

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Training Potentialentwicklung – Prioritäten setzen

Die einzelnen Lebensphasen stellen unterschiedliche Anforderungen an uns. So verschiebt sich beim Berufseinstieg unsere Lebensbalance automatisch in Richtung der Dimension „Arbeit/Leistung“. Ebenso verlagert sich unser Lebensschwerpunkt, wenn sich zum Beispiel Nachwuchs einstellt, automatisch in Richtung „Familie/Soziales“. Dies ist normal und sinnvoll – solange keine Lebensdimension dauerhaft überbetont wird. Diese Gefahr besteht stets. Schnell verstricken wir uns nämlich in scheinbare Sachzwänge, wenn wir keine Prioritäten setzen. Dann stapeln sich bald „Lebenshüte“ auf unserem Kopf, für die wir uns nie bewusst entschieden haben. Unter anderem, weil es vielen von uns schwer fällt, „Nein!“ zu sagen.

Deshalb mein Tipp für Sie:

Planen Sie pro-aktiv. Das heißt: Vereinbaren Sie regelmäßig Termine mit sich selbst, bei denen Sie sich fragen:

  • Was will ich wirklich?
  • Was sind meine beruflichen, privaten und persönlichen Ziele?

Übung: Meine beruflichen und persönlichen Schlüsselaufgaben

Stellen Sie sich die Frage:

  • Was will und muss ich in der nächsten Zeit beruflich wie privat tun, um erfolgreich zu sein?
  • Was ist aus heutiger Sicht die wichtigste Aufgabe?
  • Was würde mir am schnellsten helfen, meinem Leitbild näher zu kommen?
  • Worauf will ich mich in den nächsten 18 bis 36 Monaten konzentrieren?
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Training Potentialentwicklung – Zeit- und Lebens-Balance

Wer bedauert auf dem Sterbebett, dass er nicht mehr Zeit im Büro verbrachte?
Vermutlich niemand.

Trotzdem gestalten viele Personen ihr Leben so, als sei die Arbeit der einzige Lebenszweck. Die Folge: Irgendwann stellt sich Ihnen die Sinnfrage. Spätestens dann, wenn Sie zum Beispiel mit einem Herzinfarkt zusammenbrechen oder erschreckt registrieren: Nicht nur mein Lebenspartner hat mich verlassen; auch meine Freunde kann ich an weniger als einem Finger abzählen. Dann fallen Sie in ein tiefes Loch.

Mit diesem Phänomen kämpfen immer mehr Männer und Frauen. Nicht zufällig ziert der Begriff „Burn-out“ jedes Wirtschaftsmagazin und träumt manch Manager vom „Berufsausstieg mit 50“. Doch ist die Berufsarbeit so schlimm, dass man sie mit 50 ein für allemal beenden muss? Sie kann es sein, wenn die vier Lebensbereiche „Leistung/Beruf“, „Familie/Kontakte“, „Gesundheit“ und „Sinn“ nicht in einer gesunden Balance stehen. Diese vier Lebensbereiche stehen in einer wechselseitigen Abhängigkeit. Wenn wir für eine längere Zeitspanne den Bereich „Leistung/Beruf“ überbetonen, vernachlässigen wir automatisch die Bereiche „Gesundheit“ und „Familie/Kontakte“. Hierdurch sinkt auf Dauer auch unsere Leistungskraft. Sie sinkt auch, wenn wir auf Dauer ohne klare Wertvorstellungen vor uns
hin arbeiten.
Deshalb gilt:

Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg und zu mehr Lebensglück liegt in der Balance zwischen den vier Lebensbereichen „Leistung/Beruf“, „Familie/Kontakte“, „Gesundheit“ und „Sinn“.

Mein Tipp für Sie:
Finden Sie für sich Ihre persönliche Wohlfühl-Balance.

Übung: Persönliche Lebens-Balance
Nehmen wir einmal an, die Summe aller vier Lebensbereiche betrage 100 Prozent. Versetzen Sie sich jetzt gedanklich in Ihre derzeitige Lebenssituation, d.h., betrachten Sie nicht die Wunsch-, sondern die tatsächliche Ist-Situation:

Wie viel Prozent Ihrer aktiven Zeit (= „Wachzeit“, d.h. etwa ein Drittel
„Schlafzeit“ bleibt unberücksichtigt), Ihrer Energie und Priorität widmen
Sie dem Bereich Arbeit und Leistung?

  • Wie viel Prozent investieren Sie in den Bereich Körper und Gesundheit?
  • Wie viel Prozent widmen Sie dem Bereich Kontakte und private Beziehungen?
  • Zu wie viel Prozent beschäftigen Sie sich mit dem Bereich Sinn- und Zukunftsfragen?

Teilen Sie die 100 Prozent möglichst spontan und schnell auf die vier Lebensbereiche auf. Je länger Sie tüfteln und überlegen, desto unwirklicher wird das Ergebnis!

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Training Pontentialentwicklung – Reduzieren Sie ihre Rollen

In ihrem Berufs- und Privatleben haben Sie zahlreiche Rollen, in denen Sie Verantwortung tragen. So sind Sie in Ihrem Beruf zum Beispiel Verkaufsleiter, Führungskraft, strategischer Vordenker, Mitarbeiter, Kollege, Ratgeber, Projektleiter, Referent und Verbandsfunktionär. Und in Ihrem Privatleben? Dort sind Sie beispielsweise zugleich Ehemann/-frau, Vater/Mutter, Sohn/Tochter, Freund/Freundin, Vereins-/Kirchenmitglied, Hobby-Koch, Vermieter und Nachbar. All diese Rollen, die ich als „Lebenshüte“ bezeichne, stellen Anforderungen an Sie. Daraus resultieren unsere wirklichen Zeitprobleme:
Wir tragen meist zu viele Hüte auf dem Kopf bzw. haben zu viele Rollen.

Deshalb mein Tipp für Sie:

Reduzieren Sie die Zahl der “Lebenshüte”, die Sie tragen.

Dies ist recht einfach. Viele Lebenshüte lassen wir uns im Laufe des Lebens nämlich einfach überstülpen. Wir haben uns für sie – anders als zum Beispiel für unsere Rolle als Vater/Mutter oder Ehe-/Lebenspartner – nicht bewusst entschieden. Diese übergestülpten Rollen müssen wir abstreifen, wenn wir wieder mehr Zeit für uns gewinnen und unsere Leistung in einem Bereich verbessern möchten, denn:

Wer nach oben will, muss Ballast abstreifen.

Übung: Meine Lebenshüte, meine Lebensrollen

Denken Sie über alle Hüte, die Sie mit sich herumtragen, und die Schlüsselrollen in ihrem Leben nach. Überlegen Sie dabei:

  • Wer ist von mir abhängig?
  • Von wem bin ich abhängig?

Schreiben Sie diese Lebenrollen auf. Bewerten Sie Ihre Hüte und Rollen mit „Smileys“.
Sind die Hüte für Sie eher mit angenehmen Gefühlen oder mit unangenehmen Gefühlen verbunden? Setzen Sie sich insbesondere mit den unangenehmen Rollen auseinander, und fragen Sie sich, ob Sie sich weiter mit diesen Hüten belasten sollten.
Falls erforderlich, reduzieren Sie jetzt Ihre Lebenshüte auf maximal sieben. Im Zweifelsfall fragen Sie sich:

  • Will ich diese Rolle, diesen Lebenshut überhaupt wirklich?
  • Was würde passieren, wenn ich darauf verzichten und ganz einfach loslassen würde?

Bei Bedarf können Sie auch mehrere Rollen zusammenfassen, zum Beispiel zusätzliche familiäre Verpflichtungen als Sohn oder Tochter, Enkel, Cousin, Onkel, Tante zu einer Rolle „Verwandtschaft“.

Visualisieren Sie sich jetzt ihre Rollen auf einem Blatt Papier. Schreiben Sie ihren Namen in die Mitte des Blattes und ihre gewählten Rollen außen darum. Das ist wer Sie in den unterschiedlichen Lebenssituationen zu sein bereit sind.

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