Vom Umgang mir schwierigen Situationen.

Anregungen für Ihre Reaktion auf typische in Diskussionen und Moderationsprozessen.

Die Grundprinzipien:

  • Hilft eine Intervention oder stört sie den aktuellen Prozess?
  • Souveränität nicht verlieren – Moderationszügel in der Hand halten
  • Lächeln
  • Auf die Stimmführung achten
  • Erst verstehen – dann verstanden werden. Fragen stellen – Verantwortung für die Lösungsfindung den Teilnehmern überlassen.

Störung

Mögliche Reaktion

Teilnehmer kommt nicht oder zu spät!

Nicht aus der Ruhe bringen lassen. Kurz durch Blickkontakt begrüßen und dann zu geeignetem Zeitpunkt mit ein paar kurzen Erläuterungen abholen. Bei wiederholtem Vorkommen und abhängig von der jeweiligen Situation und Person darauf hinweisen, dass Pünktlichkeit in Zukunft erwünscht ist.

Teilnehmer stellen Fragen zum Ablauf!

Gezielt darauf eingehen – oder ruhig und freundlich auf das Ende der Diskussion verweisen.

Sie versprechen sich!

Korrigieren und fortfahren. Sie müssen sich dafür nicht entschuldigen.

Bestimmte Begriffe fallen Ihnen nicht ein!

Umschreiben Sie, was Sie sagen wollen. Oder fassen Sie das Gesagte noch einmal zusammen.

Teilnehmer stellen Fragen zum Inhalt (= „Faktenbezweifler“)!

Kurz und gezielt auf die Frage eingehen. Nicht zum Thema gehörende Fragen ruhig und freundlich auf das Ende verweisen oder an die Stelle, wo es passt. Eigene Quellen nennen und nach den Hintergründen der Zweifel fragen. Evtl. können auch weitere Teilnehmer behilflich sein. Wenn Sie keine Antwort wissen, dies zugeben. Sie können anbieten, den Frager dazu noch einmal nachträglich zu informieren.

Vielredner!

Hier braucht Sie diplomatisches Geschick und konsequentes Durchgreifen. Konkret andere Teilnehmer ansprechen und einbinden, evtl.  in einer Pause dem Vielredner für seine Beiträge danken, ihn aber bitten, auch andere zu Wort kommen zu lassen.

Es kommen Killerphrasen!

Gar nicht darauf eingehen. Anbieten, am Ende in der Runde dies noch einmal zur Diskussion zu stellen.

Technische Pannen!

Auf das Hilfsmittel verzichten. Oder eine Pause machen, bis die Störung behoben ist.

Es wird laut und unsachlich!

Gespräch wieder auf eine sachliche Ebene zurückführen bzw. Diskussion unterbrechen, um zunächst persönliche Konflikte zu lösen!

Sich nie persönlich angegriffen fühlen. Sachlich bleiben.

Undiszipliniertes Durcheinandergerede/ Missachten der Gruppenregeln!

Durch Zuordnen und Sichern der Wortmeldungen Ordnung in die Diskussion bringen, z.B. „Vielleicht können wir etwas systematischer vorgehen?“, „Ich habe den Überblick verloren, bitte geben Sie noch mal Handzeichen für Wortmeldungen!“

Teilnehmer verhalten sich störend (telefonieren, schlafen, Privatgespräche, Raum verlassen)!

Eine sehr sanfte Reaktionsmöglichkeit ist das bewusste Ignorieren von störendem Verhalten. Falls das nicht zum Erfolg führt, sollte man dem Teilnehmer deutlich machen, dass man die Störung wahrgenommen hat, z.B. physische Distanz verringern, intensiver Blickkontakt, konkretes Ansprechen (direkt, aber freundlich), evtl. Regeln vorgeben (z.B. „Können Sie bitte ihr Handy leisestellen und wichtige Telefonate draußen führen?“, dabei aber immer auf Feedbackregeln achten.

Unklare oder zögerliche Beiträge!

Durch geschickt gestellte Fragen die Diskussion in Schwung bringen, z.B. „Welches konkrete Beispiel gibt es dafür?“, „Besteht zwischen den Argumenten ein Zusammenhang?“)

Teilnehmer schweifen vom Thema ab!

In Abhängigkeit von der Situation entweder eingreifen und Diskussion wieder in die gewünschte Richtung bringen oder das Themenspektrum spontan erweitern. Zusätzliche Punkte ggf. auf später vertagen z.B. einen Parkplatz für später anlegen.

LoadingAktualisiere...