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Verlauf
Die TN schreiben auf Karten (= Stressrezepte) solche Handlungen, Verhaltensweisen, Einstellungen usw. auf, die ihnen als Person oder als Gruppe in einer bestimmten Situation mit Sicherheit oder Wahrscheinlichkeit Stress machen werden. Sie notieren also – jeweils auf eine Karte – contraproduktive Einstellungen und Elemente des Handelns und Verhaltens.
Die Karten werden im Inneren eines Gruppenkreises, auf einem großen Tisch oder an der Wand gesammelt. Die erste Sammlung kann weiter ergänzt werden. Das MT oder einige TN ordnen und systematisieren die Karten. Es können Überschriften hinzugefügt werden.
Es schließt sich eine Auswertung an. Deren Leitfragen können sein:
Was sollten wir auf jeden Fall vermeiden?
Was sollten wir (im Umkehrschluss) tun, um Erfolg zu haben?
Gibt es eine Strategie, das eine zu lassen und das andere zu tun? (Planung? Lernprozess? Trainings? …)
Die Ergebnisse sollten verschriftlicht werden.
Kommentar
Die Methode macht Spaß. Durch die aufs Negative gerichtete Betrachtung wird eine gewisse Irritation oder Verfremdung erzielt, die zu einer möglicherweise kritischeren Selbstwahrnehmung führt. Oftmals sehen TN und MT Situationen anders als zuvor (weniger konventionell) und entwickeln Ideen und Perspektiven.
Das Stressrezept wurde ursprünglich von Lehrerinnen und Lehrern für die Arbeit in der Schule entwickelt.
Fragen waren hier z.B.:
Was muss ich tun,
um garantiert eine Sechs in Mathe zu schreiben?
um ganz sicher Probleme bei meiner Berufswahl zu bekommen?
Materialien
Karten (ca. 10 x 21 cm), auch vorgedruckte Rezeptbögen wie
STRESS-REZEPT
Geh. Oberkonfusionsrat Dr. Dr. Moderatorus
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