In ihrem Berufs- und Privatleben haben Sie zahlreiche Rollen, in denen Sie Verantwortung tragen. So sind Sie in Ihrem Beruf zum Beispiel Verkaufsleiter, Führungskraft, strategischer Vordenker, Mitarbeiter, Kollege, Ratgeber, Projektleiter, Referent und Verbandsfunktionär. Und in Ihrem Privatleben? Dort sind Sie beispielsweise zugleich Ehemann/-frau, Vater/Mutter, Sohn/Tochter, Freund/Freundin, Vereins-/Kirchenmitglied, Hobby-Koch, Vermieter und Nachbar. All diese Rollen, die ich als „“ bezeichne, stellen Anforderungen an Sie. Daraus resultieren unsere wirklichen Zeitprobleme:
Wir tragen meist zu viele Hüte auf dem Kopf bzw. haben zu viele Rollen.

Deshalb mein Tipp für Sie:

Reduzieren Sie die Zahl der “Lebenshüte”, die Sie tragen.

Dies ist recht einfach. Viele Lebenshüte lassen wir uns im Laufe des Lebens nämlich einfach überstülpen. Wir haben uns für sie – anders als zum Beispiel für unsere Rolle als Vater/Mutter oder Ehe-/Lebenspartner – nicht bewusst entschieden. Diese übergestülpten Rollen müssen wir abstreifen, wenn wir wieder mehr Zeit für uns gewinnen und unsere Leistung in einem Bereich verbessern möchten, denn:

Wer nach oben will, muss Ballast abstreifen.

Übung: Meine Lebenshüte, meine Lebensrollen

Denken Sie über alle Hüte, die Sie mit sich herumtragen, und die Schlüsselrollen in ihrem Leben nach. Überlegen Sie dabei:

  • Wer ist von mir abhängig?
  • Von wem bin ich abhängig?

Schreiben Sie diese Lebenrollen auf. Bewerten Sie Ihre Hüte und Rollen mit „Smileys“.
Sind die Hüte für Sie eher mit angenehmen Gefühlen oder mit unangenehmen Gefühlen verbunden? Setzen Sie sich insbesondere mit den unangenehmen Rollen auseinander, und fragen Sie sich, ob Sie sich weiter mit diesen Hüten belasten sollten.
Falls erforderlich, reduzieren Sie jetzt Ihre Lebenshüte auf maximal sieben. Im Zweifelsfall fragen Sie sich:

  • Will ich diese Rolle, diesen Lebenshut überhaupt wirklich?
  • Was würde passieren, wenn ich darauf verzichten und ganz einfach loslassen würde?

Bei Bedarf können Sie auch mehrere Rollen zusammenfassen, zum Beispiel zusätzliche familiäre Verpflichtungen als Sohn oder Tochter, Enkel, Cousin, Onkel, Tante zu einer Rolle „Verwandtschaft“.

Visualisieren Sie sich jetzt ihre Rollen auf einem Blatt Papier. Schreiben Sie ihren Namen in die Mitte des Blattes und ihre gewählten Rollen außen darum. Das ist wer Sie in den unterschiedlichen Lebenssituationen zu sein bereit sind.

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